Hauptstraße 97
69117 Heidelberg

Tel 06221 – 184086
hdkv@hdkv.de

 

Winteröffnungszeiten:

Di, Mi, Fr, Sa, So 11 – 18 Uhr
Do 11 – 20 Uhr

geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12., 1.1.

 

Suchergebnisse

Ausstellungen

25.10.2019 – 26.1.2020
H
›Technoscapes‹
Valeria Abendroth, Flame, Delia Jürgens, Shawn Maximo, Susanne M. Winterling

Neue Technologien bestimmen den Lebensalltag und werden z.T. kontrovers diskutiert.

Mit der Gruppenausstellung ›Technoscapes‹ stellt der Heidelberger Kunstverein erstmals Künstler*innen vor, die sich in einem forschenden Verhältnis zum digitalen Wandel mit der Nutzung sich damit verbreitender Technologien auseinandersetzen.

Der Begriff ›Technoscapes‹ (engl. in etwa Technik-schaft) geht auf den indischen Anthropologen Arjun Appadurai zurück und beschreibt die unterschiedliche Verbreitung und den Zugang zu Technologien auf globaler Ebene.

Die Ausstellung ›Technoscapes‹ stellt installative künstlerische Arbeiten vor, die jeweils ganz eigene Raumkonstellationen bilden und sich ganz unterschiedlichen Themenbereichen widmen. Diese reichen von aktuellen künstlerisch-wissenschaftlichen Ansätzen zur Mikrobiologie bei Susanne Winterling, über die virtuelle Dimensionen einschließenden malerisch poetischen Installationen von Delia Jürgens und Shawn Maximos fiktiven Architekturentwürfen zukünftiger Lebenswelten bis hin zu Valeria Abendroths medizintechnischen Laboratorien.

27.9.2019 – 6.10.2019
H
Snippet: ›Laboratorium suggerere‹
Valeria Abendroth

Valeria Abendroth ist Stipendiatin des S+T+ARTS Programm der Europäischen Kommission und begleitet laufende Forschungsarbeiten am Heidelberger Uniklinikum und dem  Technologieunternehmen Inova DE.
Valeria Abendroths Rauminstallation ›Laboratorium suggerere‹ fingiert ein medizinisches Entwicklungslabor, in dem Modelle von menschlichen Organen, Knochen und Venensystemen hergestellt werden. Sie präsentiert 3D-gedruckte Modelle in einem klinisch anmutenden Laborsetting. Ein Video zeigt zusätzlich 3D-Renderings, die aus ›realen‹ computertomographischen (CT) Aufnahmen entwickelt wurden.

In ihrer künstlerischen Arbeit versucht Valeria Abendroth einen Einblick in laufende Forschungsarbeiten zu geben, die sie im Rahmen eines Residenzstipendiums in Heidelberg begleitete. Die Künstlerin konnte die neuesten Entwicklungsprozesse zur Herstellung von medizinischen Modellen für Diagnose und Studienzwecke in den Labors der Heidelberger Uniklinik und des in Heidelberg ansässigen Softwareentwicklers Inova DE auf dem Gebiet des 3D-Drucks mitverfolgen.

Ausdrucke von Organen, Venen und Knochen aus dem 3D-Drucker sowie Materialproben illustrieren den technischen Entwicklungsprozess der Modelle.

›Ich möchte mit dieser Arbeit die Sensibilität aktivieren: Wenn wir fühlen und berühren, erzeugen wir durch den Tastsinn ein Selbstgefühl und einen realistischen Raumeindruck. Ziel ist es, über die Evolution des menschlichen Körpers, seine Optimierung mit der Technologie nachzudenken und sich seiner Existenz als physisches Wesen bewusst zu werden.‹ (Valeria Abendroth)

Das Video zeigt exemplarisch als Bildschirm-Recording die Selektion eines Organs aus einem umfangreichen CT-Scan, Renderings* von Herz, Leber und Gehirn sowie Animationen des Druckaufbaus dieser Organe im Zeitraffer, begleitet von einer Geräuschkomposition der Künstlerin. So werden die visuellen Übersetzungsleistungen der Software vom Scan über das Rendering bis hin zum physischen Objekt nachvollziehbar.

 

S+T+ARTS:
Eines der Hauptziele der S+T+ARTS-Initiative der Europäischen Kommission besteht darin, Synergien zwischen verschiedenen Akteur*innen neuer technologischer Entwicklungen zu schaffen: Künstler*innen, Kulturinstitutionen, Informations- und Kommunikationstechnik (ICT), Unternehmen, Gründerzentren und Fonds. Das S+T+ARTS Stipendienprogramm setzt einen Rahmen für die Zusammenarbeit von Künstler*innen mit Partner*innen eines Tech-Projekts, um ein innovatives Kunstwerk auf Basis der Tech-Projekt-Technologie zu produzieren. Die Endergebnisse der Kooperationen werden in einer öffentlichen Gruppenausstellung im Februar 2020 in Paris präsentiert.

starts.eu

Valeria Abendroth (*1984, Niznevartovsk/Russland) kam 1991 in die Bundesrepublik. Nach einer Ausbildung zur Zahntechnikerin studierte sie Kunst an der Kunsthochschule Kassel. Seit November 2018 ist sie Stipendiatin des S+T+ARTS Programm. Ausgewählte Arbeiten von Valeria Abendroth waren unter anderem während der documenta 13 im Schaufester des Galeria Kaufhof zu sehen sowie eine Präsentation des S+T+ARTS Projektes im Centre Pompidou in Paris 2019. Im selben Jahr wurde sie mit dem ersten Preis des Nova Art Contest für junge Künstler aus Russland ausgezeichnet.

Dr. sc. hum. Vitor Vieira (*1980) studierte 1998-2004 Elektro- und Computeringenieurwesen an der Universität Porto und schloss seine Promotion 2009 an der medizinischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg im Fachbereich ›Medical Robotics‹ ab.

Veranstaltungen

Freitag
27.9.
17 Uhr
Eröffnung Snippet: Valeria Abendroth: ›Laboratorium suggerere‹
zur Nacht der Forschung in Heidelberg

Am Freitag, 27.9.2019 um 17 Uhr findet zur Nacht der Forschung in Heidelberg die Eröffnung der Ausstellung ›Laboratorium suggerere‹ von Valeria Abendroth statt.
Valeria Abendroth und ihr Kooperationspartner Dr. sc. hum. Vitor Vieira, CEO der Inova DE GmbH, werden kurz in die gemeinsame Entwicklungsarbeit einführen.

Im Rahmen des Stipendienprogramms S+T+ARTS (Science + Technologie + Arts) der Europäischen Kommission, arbeitet die Künstlerin Valeria Abendroth (*1984) mit dem Heidelberger Technologieunternehmen Inova DE GmbH, der dänischen Firma für 3D-Drucktechnologie Create it REAL und dem Heidelberger Uniklinikum zusammen. Gemeinsam soll es gelingen, menschliche Organe zu Diagnose- und Studienzwecken in Größe, Form und Konsistenz im 3D-Druckverfahren nachbilden zu können.

Freitag
25.10.
19 Uhr
Eröffnung ›Technoscapes‹

Neue Technologien bestimmen den Lebensalltag und werden z.T. kontrovers diskutiert.

Mit der Gruppenausstellung ›Technoscapes‹ stellt der Heidelberger Kunstverein erstmals Künstler*innen vor, die sich in einem forschenden Verhältnis zum sogenannten digitalen Wandel mit der Nutzung sich damit verbreitender Technologien auseinandersetzen.

 

Der Begriff ›Technoscapes‹ (engl. in etwa Technik-schaft) geht auf den indischen Anthropologen Arjun Appadurai zurück und beschreibt die unterschiedliche Verbreitung und den Zugang zu Technologien auf globaler Ebene. ›Technoscapes‹ beschreiben demnach die räumliche Verteilung von Schlüsseltechnologien.

 

Die Ausstellung zeigt installative künstlerische Arbeiten, die jeweils ganz eigene Raumkonstellationen bilden und sich ganz unterschiedlichen Themenbereichen widmen. Diese reichen von aktuellen künstlerisch-wissenschaftlichen Ansätzen zur Mikrobiologie bei Susanne Winterling, über die virtuelle Dimensionen einschließenden malerisch poetischen Installationen von Delia Jürgens, Shawn Maximos dystopischen Architekturentwürfen zukünftiger Lebenswelten bis zu Valeria Abendroths fiktiven medizintechnischen Laboratorien.

 

Presse

X