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Freitag
27.11.
09 Uhr
Nina E. Schönefeld: ›Dark Waters‹
2018, 15:55 Min, HD-Video, Sound

 

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Wir schreiben das Jahr 2029: Die von Plastikabfällen verseuchten Ozeane werden von giftigen Quallen beherrscht – der einzigen Spezies, die in den Gewässern noch überleben kann. Während die Regierungen versuchen, das Desaster vor der Öffentlichkeit zu verheimlichen, folgen wir der Helikopterpilotin Silver Ocean, die sich auf die riskante Suche nach der Wahrheit begibt. Ein beunruhigend vertrautes Szenario entwickelt sich, das auf die Klimawandel bedingte Ausbreitung der japanischen Nomura–Qualle anspielt.

›Dark Waters‹ (2018) von Nina E. Schönefeld kann als Episode einer potenziell endlos fortsetzbaren Serie verstanden werden. ›Dark Waters‹ ist mit den Filmen ›Snow Fox‹ (2018,10:03min.) und ›L.e.o.p.a.r.t.‹ (2019, 17:23 min) Teil der Serie ›The Trilogy Of Tomorrow‹. Die Trilogie verknüpft aktuelle politische und ökologische Themen miteinander und erzählt Geschichten über Umweltaktivist*innen und Hacker*innen, die für politischen Wandel, Meinungsfreiheit und den Erhalt der Natur kämpfen.

 

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Samstag
28.11.
09 Uhr
Sonia Levy: For The Love Of Corals
2018, 2–Kanal Film

 

Link zur Arbeit ab 28.11., 9 Uhr

 

Mit ›For the Love of Corals‹ (2018) verfolgt die Künstlerin Sonia Levy ein Forschungsprojekt zur Fortpflanzung von Korallen im Labor. Durch die Simulation der Umweltbedingungen des Great Barrier Reefs – Temperaturschwankungen, Sonneneinstrahlung und Mond–Zyklen – hat ein Team von Meeresbiolog*innen im Untergeschoss des Horniman Museum and Gardens in London als erstes weltweit die Züchtung von Korallen in einem Labor realisiert – ein Durchbruch, der es ermöglicht die Auswirkungen von Klimawandel, Überfischung und Umweltverschmutzung zu untersuchen und zur Wiederherstellung der Riffe beizutragen.

Die Künstlerin Sonia Levy befasst sich mit unserer Verantwortung gegenüber bedrohten Arten, der Abhängigkeit verschiedenster Lebensformen für die Lebensfähigkeit auf unserem Planeten, sowie mit der Entstehung von Welten trotz anhaltender Verwüstung und Auslöschung. Ihre Werke bewegen sich an an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft und artikulieren Möglichkeiten zur Neubestimmung unseren Verhältnisses gegenüber dem ›mehr als Menschlichen‹.

 

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Sonntag
29.11.
09 Uhr
Ursula Biemann: ›Acoustic Ocean‹
2018, 4K video, 18 min


Screening Link ab 29.11., 9 Uhr

 

›Acoustic Ocean‹ ist eine Science-Fiction, eine fiktionale Untersuchung der Unterwasserwelt als ein Raum, in dem maritimes Leben, Menschen, technologische Infrastrukturen, wissenschaftliche Instrumente und Klima zusammentreffen und in komplexen Prozessen aufeinander wirken.

Im Video erkundet die Protagonistin den maritimen Lebens- und Kommunikationsraum der norwegischen Lofoten Inseln. Als Wissenschaftlerin hat sie die wichtige Aufgabe, unser planetares Ökosystem zu erforschen und aufzuzeichnen. Sie ist eine Sami, also eine Indigene des Nordens, Taucherin und Meeresbiologin, die Hydrophone, Parabolmikrofone und andere Aufnahmegeräte benutzt, um den lichtlosen submarinen Raum und seine Lebewesen zu erfassen. Die sensorischen Apparate stellen eine techno-organische Verbindung zwischen ihrem Körper und den unzähligen Meeresbewohnern her. In dieser fiktionalen Wissenschaftsmatrix existiert keine analytische Distanz zwischen der Forscherin, ihrem Untersuchungsobjekt und ihren Instrumenten – sie alle sind eins.

 

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Montag
30.11.
09 Uhr
Karrabing Film Collective: ›The Mermaids, or Aiden in Wonderland‹
2018, 26 min

 

Link ab 30.11., 9 Uhr

 

Der futuristische Film ›The Mermaids, or Aiden in Wonderland‹ (2018) präsentiert uns ein dystopisches Szenario, in dem das australische Land als Folge der Verwüstungen durch den Kapitalismus tot und unfruchtbar erscheint und die europäischen Siedler nicht mehr in der Lage sind, im Freien zu überleben. Der Protagonist ist ein junger Ureinwohner, Aidan, der als Baby seiner Familie entrissen wurde, um einem medizinischen Experiment zur Rettung der weißen Bevölkerung zu dienen. Nach seiner Freilassung wandert er in Begleitung seines Vaters und seines Bruders durch die Landschaft seiner Vorfahren; hier wird er mit zwei möglichen Versionen der Zukunft und der Vergangenheit konfrontiert. Der Film nimmt aus der Perspektive der australischen Ureinwohner Stellung zu aktuellen Debatten über die Auswirkungen des Klimawandels, des Kapitalismus und der Industrie.

 

 

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