Wolf Vostell

Wolf Vostell: ›Starfighter 1967‹

(Mappenwerk ›Grafik des kapitalistischen Realismus‹), 1967

Wolf Vostell (1932 – 1998) war ein deutscher Maler, Bildhauer und Happeningkünstler. Er ist einer der Pioniere der Aktions- und Videokunst und zählt zu den Gründungsvätern des Happenings und der Fluxus-Bewegung. Vostell absolvierte zunächst eine Lehre als Fotolithograf und studierte dann in Wuppertal und an den Akademien in Paris und Düsseldorf. Nach der Entdeckung des Begriffs ›dé-collage‹ (abkratzen, trennen, lösen) im Jahre 1954 in Paris wurde dieses Wort zu Vostells persönlichem Kunstbegriff. Er experimentierte mit Collagen, Verwischungen und Videos und integrierte ab 1958 Fernsehgeräte in seine Kunstwerke. Erste Happenings finden ab 1958 statt und beziehen oft den gesamten Stadtraum in die Aktion mit ein. Die Happenings sollten gesellschaftliche Zusammenhänge aufdecken und so das Bewusstsein erweitern. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die 1969 entstandene Plastik „ruhender Verkehr“, die aus einem vollständig einbetonierten PKW besteht.