Varunika Saraf

Die Künstlerin und Kunsthistorikerin Varunika Saraf lebt und arbeitet in Hyderabad. Ihre Werke werden erstmalig in Europa ausgestellt. Das Verständnis der in Hyderabad aufgewachsenen Künstlerin von ihrer eigenen Identität sowie der ihres Landes ist von der Migrationserfahrung ihrer Familie nach der Teilung und innerhalb der Staatsgrenzen Indies und der Geschichte Südasien geprägt.

Ihr Verständnis von Identität als ein stetiger Prozess und Dialog mit der Vergangenheit, hallt auch in ihren Werken wider. Ihre Praxis ist von der Moghul-Miniaturmalerei geprägt, deren Kunstwerke sie nicht nur zum Kunststudium, sondern auch zur kunsthistorischen Forschung bewegten.

Als Grundlage ihrer Aquarell-Zeichnungen verwendet sie Wasli-Papiere, die traditionell für die Moghul-Miniaturmalerei gefertigt werden. Gleichzeitig nutz sie mit europäischen Farben, um auf die hybride / gebrochne Tradition indischer Miniaturmalerei zu verweisen und nicht in nationale Stereotypen zu verfallen. Die Serie ›Caput Mortuum‹* ist den aktuellen indiscehn Protestbewegungen gewidmet.

(*lat. Totenschädel, auch für das tiefviolette, mineralische, eisenhaltige Farbpigment)


Varunika Saraf (*1981) lebt und arbeitet in Hyderabad, Indien. Sie hat einen BFA in Malerei vom JNTU College of Fine Arts and Architecture, Hyderabad (2004), einen MFA in Malerei von der Sarojini Naidu School of Fine Arts and Communications, University of Hyderabad (2006), und einen MPhil von der School of Arts and Aesthetics, JNU. An der School of Arts and Aesthetics, JNU promovierte sie zu dem Thema Souvenirs, Fälschungen und Kulturerbe: The Making of the Indian Miniature. Sarafs Werke wurden international in Gruppenausstellungen ausgestellt, unter anderem auf der Art Basel (2018), im Goethe-Institut Neu Delhi (2018) und im Asian Art Museum San Francisco (2012).


Bild: Varunika Saraf: ›Selbstporträt als Inayat Khan‹, 2016, 19,5 x 25 cm, Wasserfarbe auf Wasli-Papier mit Baumwollstoff, © Varunika Saraf