Samuel Beckett

Samuel Beckett gehört zu den bedeutendsten und angesehensten Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts. 1906 in Dublin in einer wohlhabenden bürgerlichen Familie geboren, studierte er nach seiner Schullaufbahn Französisch und Italienisch in seiner Geburtsstadt.

Nach Abschluss des Studiums zog er nach Paris und wurde dort Teil eines Literatenkreises, zu dem auch andere literarische Größen wie James Joyce gehörten, dessen Werke Beckett teilweise übersetze. Beckett begann in den zwanziger Jahren englische Lyrik zu verfassen, es folgten Romane und Prosa. Seine fruchtbarste Phase als Schriftsteller fand in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg statt, in der er sich nun vollständig in Frankreich niederließ und auch in der französischen Sprache schrieb. In dieser Zeit entstand sein berühmtestes Werk: Das Drama ›Warten auf Godot‹, das 1948 verfasst, 1953 in Paris uraufgeführt wurde und ihn zu einem der wichtigsten Autoren des absurden Theaters machte. Prosastücke wie das 1966 entstandene Werk ›Ping‹ zeigen Becketts außergewöhnlichen Blick auf Raum und Perspektive auf.