›Ping‹

Das Werk zeichnet sich durch das Fehlen von Verben, Kommata und klaren syntaktischen Strukturen aus, was den Effekt hat, dass keine Bewegung und keine klare Struktur, sondern ein Zustand beschrieben wird. Beckett verwendet in seinem kurzen, hundert Wörter umfassenden Text viele Wortwiederholungen, besonders häufig zum Beispiel das Wort ›white‹ .

Durch diesen besonderen Wortgebrauch wird dem Werk eine Musikalität verliehen, es wirkt rhythmisch und ist durch die komplexen und unerwarteten Satzstrukturen schwer zu lesen. Das laute Lesen vereinfacht den Verstehensprozess. Der Prosatext kommt ohne Subjekt, ohne Demonstrativ-, Possesiv-Pronomen und Artikel aus, was dem Leser eine neue und ungewohnte Perspektive ermöglicht. Beckett setzt sich gezielt mit dem Innehalten eines Zustandes im Raum auseinander und nimmt mit dem Titel seines Werkes, der Lautmalerei ›Ping‹, Bezug auf das künstlerische Schaffen an sich. Das literarische Werk wirkt als eine Art Demonstration des Demontierens und Rekonstruierens der Realität auf den Leser.