Markus Kaesler

›transit‹, 2017, Handabzüge auf Silbergelatine

›transit‹ beschäftigt sich mit Räumen, deren Hauptmerkmal darin besteht, dafür gebaut zu sein, um wieder verlassen zu werden. Orte, deren Bestimmung nicht im Ankommen oder Verweilen liegt, sondern deren Zweck ihre Durchquerung ist. Das Passieren. Als Teil eines Weges. Nicht als Ziel. Die Frage nach dem Woher bleibt ebenso offen wie die Frage des Wohin. Ein pulsierender Schmelztiegel von sich kreuzenden Wegen.

Die Aufnahmen bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen Statik und Bewegung. Der ursprüngliche reale Ort der Aufnahme spielt zunehmend keine Rolle mehr, da es bei der Aussage der Fotografien mehr um den Transport einer Empfindung geht, als um die schlichte Abbildung eines Ortes oder einer Situation.

Ausgangspunkt der Serie ist die Überlegung, den visuellen Eindruck eines Zustands zu schaffen, der in der heutigen Zeit omnipräsent zu sein scheint: die aus zunehmender Mobilität und Vernetzung resultierende Geschwindigkeit des Lebens. Immer mehr Menschen sind in ständiger Bewegung. Lokal, global, online, offline, aus freiem Willen und auch gezwungener Maßen.