Magic Architecture

Zwischen 1936 und 1946 entwickelt Kiesler mit ›Magic Architecture‹ eine kulturhistorische Studie zur Genese der Architektur, die die vorbildhafte Funktion von Tierbauten hervorhebt. In dem bisher noch fragmentarischen Buchprojekt entwirft er ein Panorama, das von prähistorischen Höhlen bis zu funktionalen Wohneinheiten reicht und traditionelle Bauweisen wie auch Tierbauten, u.a. Biberdämme, Ameisenhaufen oder Vogelnester in Beziehung setzt. Dabei berücksichtigt er nicht nur bau- und materialkonstruktive sondern auch soziale Aspekte.
Das bisher unveröffentlichte Typoscript umfasst ca. 300 Seiten und 600 Abbildungen, dazu Zeichnungen.

Ausgewählte Blätter des Konvoluts ›Magic Architecture‹ werden erstmals in der Ausstellung ›Raumblüte‹ öffentlich präsentiert.

Rechts: Friedrich Kiesler: Illustrationen zu ›Magic Architecture‹, 1945