Joseph Paxton

1828 begann Paxton im Chatsworth Garden mit der Konzipierung von Glasbauten zu experimentieren. Dies war notwendig, da viele Pflanzen, teils aus kolonialisierten Ländern, einen Platz benötigten, wo sie durch genügend Licht  gut wachsen konnten. Er entwickelte, die auch heute noch bekannte ›Nut-Feder-Verbindung‹, bei der Glasplatten so zusammengefügt werden, dass der Ablauf von Regen- und Kondenswasser getragen werden kann. Außerdem schaffte er eine Lösung für die klimatischen Bedingungen von Seerosen, die 1846 erstmals vom Amazonas nach England kamen.

1849 wurde von Prinz Albert und Royal Society of Arts die 1. Weltausstellung (›Great Exhibition‹) im Hyde Park beschlossen. Nach mehren Schwierigkeiten hinsichtlich der Finanzierung und Umsetzung, wurde sich für die Ausführung von Joseph Paxtons Stahl-Glasgebäude, dem ›Crystal Palace‹ entschieden. Mit diesem Gebäude wurde er weltberühmt und wurde von Königin Victoria geadelt.

Danach war Paxton weiter architektonisch mit Gebäuden und Landschaften tätig. 1854 wurde er Abgeordneter im House of Commons für den Wahlbezirk Coventry, er setzte sich gegen die Arbeitslosigkeit in Coventry ein. Er verstarb 1865 auf Rockhill in Sydenham.

Bild: Haupteingang des Crystal Palace im Londoner Hyde Park, Schauplatz der Great Exhibition von 1851, der allerersten Weltausstellung. Zeitgenössischer Stich, von Tallis‘ ›History and Criticism of the Crystal Palace‹, 1852, gemeinfrei.