›LOCKDOWN 2020 – Billboard Exhibition‹

›Kunst muss unmittelbar zu den Menschen, wenn die Menschen nicht unmittelbar zur Kunst können. Fotografie kann das. Und das muss nicht zwingend digital sein.‹

Jochen Steinmetz‘ Serie ›(to) post cards‹, 2020, entstand als Teil von ›Lockdown 2020‹ – einer Ausstellung auf Billboards  im öffentlichen Stadtgebiet von Heidelberg. Sie wurde von Magnus Millner und Jochen Steinmetz mit dem Ziel initiiert, Kunst trotz Corona zu den Menschen zu bringen. 

Die Auswahl der Bilder folgt einer Verinnerlichung und Verarbeitung der gesellschaftlichen Irritation im Lockdown als auch der allgemein angespannten Aufladung der letzten Jahre mit Ihrem vorläufigen Irritationshöhepunkt im Corona–Jahr 2020. Wie ein Seismograf hat Jochen Steinmetz die kollektive Zerrissenheit, Sehnsucht, Unruhe, Ungewissheit, Momente der Ungerechtigkeit, den temporären Stillstand ertastet und diese mit hoher Sensibilität mithilfe teils hart-roher Kompositionstechniken abgebildet.

Die Ausstellung bringt die Momentaufnahmen zurück in die Gesellschaft, die sich nun Ihre unmittelbaren Gedanken und Gefühle zu den ungewöhnlichen Bildern machen kann, unabhängig von Bildungshintergrund und ohne lenkende Informationen zum Projekt. Im Unterschied zur ›Streetart‹ wurden die Werke nicht primär ›für die Straße‹ gedacht und gemacht, sondern kommen nun mit dem Ziel dorthin, eine gesellschaftliche kulturelle Teilhabe ohne Eintrittspreis und Exklusivität für alle Gruppen der Bevölkerung zu ermöglichen.

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