Jo Brager

Jo Brager: ›SED vorwärts mit dem Zweijahresplan‹, 1949, hrsg.: SED (ehemalige DDR)

Die SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) war eine marxistisch-leninistische Partei, die 1946 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands und der Viersektorenstadt Berlin aus der Zwangsvereinigung von SPD und KPD hervorgegangen war und sich anschließend unter sowjetischem Einfluss zur Kader- und Staatspartei der 1949 gegründeten DDR entwickelte.

 

Der Zweijahresplan ging der Fünfjahresplanung voraus. Mit ihrem ersten Fünfjahresplan, der für die Jahre 1951-1955 für das gesamte Wirtschafts- und Arbeitsleben detailliert in Zahlen gefasste Ziele vorgibt, passte die DDR sich an den sowjetischen Rhythmus der Planwirtschaft an. Im Mittelpunkt stand der massive Ausbau der Schwerindustrie. Die Industrieproduktion insgesamt sollte fast verdoppelt, die landwirtschaftliche Produktion um 25 Prozent gesteigert werden. Vermehrte Qualifizierungsanstrengungen für das notwendige Fachpersonal und technische Fortschritte in der Produktion sollten dies möglich machen.

 

Die Lokomotive steht für den Fortschritt, der die Vorbehalte wie zum Beispiel Antisowjethetze, gegen den neugegründeten Staat der DDR hinwegfegen soll.