Haus-Rucker-Co

Haus–Rucker–Co war eine österreichische Architekten- und Künstlergruppe, die von 1967 bis 1992 bestand. Sie wurde durch Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp und Klaus Pinter in Wien gegründet. 1971 trat Manfred Ortner der Gruppe bei.

Von Pop–Art und Fluxus inspiriert, widmeten sich ihre vornehmlich utopischen Architekturkonzeptionen der Bewusstseinserweiterung. Ihre Aktionen und Installationen im öffentlichen Raum erforschten das performative Potenzial von Architektur und zielten auf eine Aktivierung der sinnlichen Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit der Menschen ab.

Mit ihrem Projekt ›Oase No. 7‹ (1972) waren sie Teil der Dokumente 5 in Kassel. Die transparente PVC Kugel mit einem Durchmesser von 7 Metern wurde vor der Hauptfassade des Friedericianums platziert. 2010 war die Kunstinstallation Teil der Ausstellung ›Klimakapseln‹, die historische und aktuelle klimabezogene Modelle, Strate­gien und Utopien aus Design, Kunst, Mode, Wissenschaft, Architektur und Städtebau zusammenfasste. Thema der Ausstellung war die Auseinandersetzung mit der Anpassung an den Klimawandel und der Entwurf von Visionen für ein Leben in der Zukunft.

Die durchsichtige Luftblase wurde über dem Haupteingang des Museums angebracht. In ihr befand sich eine begehbare Plattform mit einer Hängematte zwischen zwei Palmen. Die Stabilität der Kugel wurde durch ein permanentes Gebläse sichergestellt.

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HAUS – RUCKER – C O Drawings and Objects 1969 -1989