Galerie Art of this Century, New York, 1942

›…Feste Überzeugung von der Wichtigkeit, die der aktiven Rolle des Galeriebesuchers beim Erleben von Kunst zukommt‹ (F.Kiesler)

 

1942 bekam Friedrich Kiesler von der amerikanischen Kunstsammlerin und Mäzenin Peggy Guggenheim (1898–1979) den Auftrag, die Galerieräume für ihr Museum ›Art of this Century‹ in New York zu gestalten. Er konzipierte die Ausstellungsräume auf innovative Weise so, dass die Bilder nicht nur gezeigt, sondern durch ihre besondere Form der Montage und Beleuchtung inszeniert wurden. So waren die Wände der sog. ›Surrealist Gallery‹ entgegen der konventionellen Bauweise unregelmäßig konkav geschwungen. Die Bilder waren ohne Rahmen an Halterungen montiert und schienen frei vor der Wand zu schweben, dabei wurden sie jeweils im Wechsel von Spots beleuchtet und traten dann einzeln aus dem dunklen Raum hervor. Zudem wurde die Präsentation von Geräuscheffekten begleitet, die das Dröhnen eines Zuges erzeugten.