WERK.STOFF: Friedhelm Falke

Der beiläufige Blick des Alltags ist Ausgangspunkt des malerischen Schaffens von Friedhelm Falke. Raumilluminationen, Wandfärbungen oder das Ineinanderfließen von Licht und Raum als kurze, kaum bewusst wahrgenommene Eindrücke von leeren Räumen, dunklen Garagen oder nächtlichen Fenstern im Vorbeigehen verarbeitet Falke zu abstrakten Kompositionen. In der Vergegenwärtigung flüchtiger und unbewusster Momente reduziert er die Wirklichkeit auf den Dreiklang von Farbe, Form und Fläche. Wie ein Echo dringen die Erinnerungen an periphere Orte, Architektur und Lichtlandschaften durch die malerische Struktur seiner geometrischen Farbflächen hindurch. Doch zielt Falk nicht auf Raum- und Gegenstandsbezogene Assoziationen ab. Seine Bilder sind Interpretationen des erinnerten Sehens. Die malerische Verdichtung der Realität in lasierte Farbräume, die von kontrastreichen Partien durchbrochen werden, geben das Sehen und Erinnern als Konstrukt selbst zu erkennen.

 

Weitere Informationen: http://www.friedhelmfalke.de