Flame

Das Künstlerkollektiv Flame reflektiert mit ihren Malereien und Drucken die ästhetischen Veränderungen, die durch die Einbeziehung digitaler Formate in unsere Lebenswelt / Realität beeinflusst werden. Die Wahrnehmung und Gestaltung des Alltags in Industriegesellschaften ist heutzutage stark durch technische Anwendungen geprägt. Mit unseren Smartphones haben wir praktisch jederzeit Zugriff auf das Internet. Insbesondere soziale Netzwerke, wie Instagram, werden damit allgegenwärtig, sind ständig abruf- und benutzbar. Die Serie der im Heidelberger Kunstverein gezeigten Drucke könnte man als Insta-Scapes bezeichnen, denn allein schon ihre quadratische Form verweist auf das für Instagram typische Bildformat. Sowohl ihre Malereien als auch ihre Drucke zeigen Collagen und Cluster ikonischer Bilder, deren scheinbar willkürliche Kombination an die digitale Bilderkultur von Blogs und Social Media erinnert und somit Fragen nach dem Ursprung, der Entstehung und dem interkulturellen Fortschreiben von visueller Kultur aufwerfen.

Flame wurde 2010 in Brüssel von den Künstler*innen Taslima Ahmed und Manuel Gnam gegründet. Sie leben und arbeiten in Berlin. Ihre Werke wurden international in Gruppen- und Einzelausstellungen ausgestellt, u. a. in Gruppenausstellungen in der Akademie Galerie Nürnberg (2018), im KINDL Zentrum für zeitgenössische Kunst Berlin (2018), im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden (2017) und Einzelausstellungen in der Balice Hertling Gallery Paris (2017), der Park View / Paul Soto Gallery Los Angeles (2016) und in der Gallery Real Fine Arts New York (2013).