Eyal Pinkas

Marius Ohl, ›One not the same‹, 2014

»Ich habe das Gemälde von Marius Ohl durch den Tausch eines meiner eigenen Werke gegen seins bekommen. Marius ist ein Freund und ein Fachgenosse. Eines der Vorteile, andere Künstlerfreunde zu haben, besteht darin, mit ihnen Werke austauschen und dadurch eine kleine Sammlung aufbauen zu können. Als ich Marius’ Lager in Mannheim besuchte, hatte ich die Gelegenheit, viele seiner Arbeiten durchzusehen und zu beobachten, wie sich sein Arbeitsprozess im Laufe der Jahre veränderte. Damals fiel mir sofort seine Arbeit ›One not the same‹ auf. Ich muss zugeben, dass ich eigentlich kein großer Fan der abstrakten Malerei bin. Ich finde figurative Bilder normalerweise viel ansprechender. Daher fällt es mir schwer zu erklären, welche konzeptionellen Hintergründe mich an der Arbeit angezogen haben. Ich denke, es war eine weitere ›Tür‹, die ich betreten habe. Eine gewisse Spannung zwischen Linien und Formen, der Einsatz von Graffititechniken in Verbindung mit feinen Strichen und eine kraftvolle blaue Fläche im Bild, die sich einerseits entfremdet und andererseits durch ihre herausragende Präsenz bestätigt. Das Abstrakte kann nicht in Worte gefasst werden. Der Versuch wäre ein verlorener Kampf. Marius’ Gemälde hängt schon seit einer Weile in meiner Wohnung und drückt ohne Worte aus, woraus ein gutes Gemälde besteht.«

Acryl auf Leinwand, 61 x 81 cm