Exposition Internationale du Surréalisme Paris, 1947

›Eine Einheit schaffen, in der sich die Komponenten Malerei-Skulptur-Architektur von einem ins andere verwandeln.‹ (F. Kiesler)

 

André Breton und Marcel Duchamp organisierten im Jahr 1947 eine Surrealisten-Ausstellung in Paris, zu deren endgültigen Gestaltung Kiesler eingeladen wurde. Breton erarbeitete das Gesamtkonzept für die Ausstellung, während Kiesler alle gestalterischen Entwürfe für die ›Salle de Superstition, die sich im Eingang des ersten Stockes befand und eiförmig war, ausführte. Er entwarf einen ›fließenden Raum‹, der die Idee der Elastizität seines ›Endless House‹  aufgriff. So wie alle Entwürfe Kieslers, die das kontinuierliche Ineinanderfließen der Räume behandelten, so gab es auch ein ähnliches Fließen in seiner Ausstellungsidee. Damit sollte sich der Besucher, ähnlich wie die Bewohner des ›Endless House‹, (stress-)frei im Raum entfalten können. Ähnlich wie in der ›Abstract Gallery der Art of this Century‹ gestaltete er die Wände aus konkav angeordneten Vorhängen, die an Decke und Boden befestigt waren.

 

Bild: Friedrich Kiesler, ›Salle du Superstition‹, Studie zur Raumgestaltung, 1947, Negativ Repro