Entwicklung des Fotojournalismus

Als Ursprung der periodischen Presse gilt die ›Relation‹, das erste gedruckte Nachrichtenblatt, das ab September 1605 wöchentlich in Straßburg erschien. Die erste Tageszeitung der Welt kam 1650 in Leipzig heraus unter dem Namen die ›Einkommenden Zeitungen‹. Diese erschienen an sechs Tagen in der Woche. Zu den bekanntesten und einflussreichsten Tageszeitungen gehört ›The Times‹, eine nationale Tageszeitung in Großbritannien. Sie wurde am 1. Januar 1785 als ›The Daily Universal Register‹ gegründet und bekam ihren heutigen Titel 1788. In den USA entstand 1851 ›The New York Daily Times‹ und entwickelte sich zu einer einflussreichen überregionalen Tageszeitung ›The New York Times‹, wie man sie heutzutage kennt. 1887 folgt die Gründung von ›Washington Post‹, die als die größte Tageszeitung in der Metropolregion mit über 8 Millionen Einwohnern gilt. Die Illustration der Tagespresse, Als Holz- oder Kupferstich, verbreitet sich seit Ende des 18. Jahrhunderts in Europa.

Als eigene Gattung unter den Zeitschriften kristallisieren sich Illustrierte heraus, die in ihrer Gestaltung mehr Bildmaterial einsetzten. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden fast gleichzeitig die bedeutenden Illustrierten wie ›London News‹ 1842, die ›L’Illustration‹ in Paris 1843 und die ›Illustrirte Zeitung‹ 1843 in Leipzig. Die erschienen wöchentlich bis vierteljährlich und wurden größtenteils als Kaufzeitungen verbreitet. Die wachsende Popularität der bebilderten Periodika ließ sich durch die Wahrnehmungsunterschiede zwischen Bild und Text erklären. Ein Bild kann als Ganzes in einem Moment wahrgenommen werden. Im Gegensatz dazu wird der Text nach und nach gelesen und rezipiert.

 

 

Bild: Erstausgabe der ›Illustrirten Zeitung‹ vom 1. Juli 1843

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Illustrirte_Zeitung#/media/Datei:Illustrirte_Zeitung.jpg