›Endless House‹

Das Endless House stellt eine Synthese seiner Ideen über ein Bauwerk dar, welches der Elastizität der Lebensfunktionen im Raum gerecht wird. Das heißt, Kieslers Haus ist entgegen der konventionellen Bauweise nicht geometrisch und linear, sondern ein biomorpher, organischer Raum, bei dem es um den Bewohner im Raum geht. Wände und Decke gehen ineinander über und orientieren sich an den menschlichen Bewegungsabläufen im Bau selbst. Der Bau ist ohne Stützen und Abtrennungen aufgebaut, wodurch er seine räumliche Flexibilität aufweist, das heißt, er besitzt keine einzelnen, voneinander getrennten Räume. Dadurch soll sich das Gebäude an alle Bedürfnisse des Menschen anpassen, um dessen Gesundheit zu erhalten. So ist der Raum im Endless House kontinuierlich und alle Lebensbereiche können in einem einzigen Bau vereinigt werden. Dabei können die unterschiedlichen ›Raumkerne‹ je nach Bedarf einzeln von einander getrennt, abgeschlossen und wiedervereint werden. Das Endless House besitzt mehrere ›Raumzellen‹ in unterschiedlichen Raumhöhen; wie Schwalbennester sind sie in den Innenraum eingefügt. Des Weiteren gibt es noch niedrigere Sektoren, die als Nischen im großen Wohnraum integriert und mitgenutzt, oder in kleine geschlossene Räume verwandelt werden können.

Der Architekt hat die einzelnen Räume so vorgesehen, dass sie je einen innenliegenden Teich mit sich konstant erneuerndem Wasser haben, der von Pflanzen umgeben ist. Jeder Bereich hat Öffnungen nach außen, die genug Licht und Luft durchlassen. Er betitelt das Haus als ›Endless‹, weil sich alle Enden kontinuierlich treffen – wie der Lebensrhythmus verlaufen sie zyklisch.