Dr. Hans Assmus

Joe Hackbarth: ›Venezianerin mit Maske und Augenwender‹, 1982-83, Öl auf Kupfer, 90 x 70 cm

 

»Joe Hackbarth, älteren Heidelbergern als bedeutender Schlagzeuger und Jazz-Musiker bekannt, machte sich vor allem auch als aus der Zeit gefallener Maler phantastischer, zum Teil an Hironymus Bosch erinnernden Ölbilder einen Namen. Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre entstanden neben einer Reihe von Stilleben mit Trompe- l’oeil und Uhr-Motiven auch zwei Bilderuhren, neben der hier ausgestellten Venezianerin mit Maske und Augenwender (1982-83, Werkverz. 798, Öl auf Kupfer, Format mit Rahmen 90×75 cm HxB) eine weitere mit Totenkopf (Werkverz. 690, im Besitz von Frau Christiane Hackbarth/Beerfelden-Falkengesäß, der Witwe des Malers). In diese Zeit fielen auch weitere Werke des Malers wie Iron Virgin (1979), Momento Mori (1981) Twentyfour Hours (1983), die Frau mit genähtem Gesicht (1984), Vom Geist der Zeit (1985) und Highland Laddie (1986), die u.a. in der schönen Biographie des Malers von Raban von der Malsburg (Edition Brauss) zu finden sind.

Mich als Sammler historischer Uhren sprach besonders das Geheimnisvolle und Unheimliche der Vanitas-Motive, und die altmeisterliche Präzision der Darstellung an. Die Bilderuhr befand sich früher neben einer Mannheimer Barock-Uhr von Martin Krapp, des Hofuhrmachers von Karl-Theodor (heute im Trabantensaal des Mannheimer Schlosses) in meiner Nerven- und Handchirurgischen Praxis in Dossenheim, die auch zeitweilig eine Kunstgalerie beherbergte und Ausstellungen von Walter Stallwitz, Elke Geiger, Elke Weickelt, Wolf Magin u.a. zeigte.«