Digitaler Wandel im Fotojournalismus

Die neue Technik fasste erst Mitte der 1990er Jahre langsam im Fotojournalismus Fuß, obwohl der amerikanische Fotojournalist und Digitalpionier Ron Edmonds bereits Ende der 1980er Jahre Pressefotos mit einer Digitalkamera machte. Der Grund dafür waren der hohe Anschaffungspreis und die anfänglich geringe Bildauflösung. Zu den Vorteilen der digitalen Fototechnik gehörten die Möglichkeit zur schnellen Übertragung der Bilder und der Wegfall der Kosten für Filmmaterial. So änderte sich die Situation ab der Jahrtausendwende aufgrund technischer Weiterentwicklungen dramatisch. Mit digitalen Spiegelreflexkameras wie der 2001 eingeführten Nikon D1X oder der ab 2004 verfügbaren Canon EOS-1Ds Mark II standen Pressefotografen erstmals wirkliche Alternativen zu ihren analogen Kameras zur Verfügung. Damit endete die Zeit, in der belichtete Filme aufwändig und unter Inkaufnahme eines Verlustrisikos über den Postweg an die Redaktion verschickt werden mussten. Von nun an wurden Bilder innerhalb von Minuten per Satellit an die Bildagenturen übertragen und von diesen wiederum in kürzester Zeit an die Zeitungen und Magazine weitergeleitet.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fotojournalismus

Bild: Das erste in einer Zeitung veröffentlichte Digitalfoto schoss der Pulitzerpreisträger Ron Edmonds mit einer Nikon QV-1000C anlässlich der Vereidigung des amerikanischen Präsidenten George H. W. Bush im Januar 1989

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fotojournalismus#/media/Datei:Nikon_QV1000C_front-right_2015_Nikon_Museum.jpg