Claus Bunte

Ekkehard Vree: ›ohne Titel‹, 2019

»Die Arbeit ist von dem in Viernheim lebenden Maler Ekkehard Vree, den ich seit ungefähr 15 Jahren kenne. Damals bearbeitete er riesige Leinwände mit vehementen Pinselstrichen, die er mit filigranen Bleistiftminiaturen konterkarierte und auf zumeist grob strukturierte Malhintergründe auftrug. Es entstanden düstere und zugleich poetische Seelenlandschaften, die mich an die Romankulissen des amerikanisches Schriftstellers Cormac McCarthy erinnerten … Irgendwann wurden seine abstrakten Welten dann zärtlicher und bunter – und eine tiefe Liebe zur Natur wurde spürbar. Und nun ist er bei den Menschen angekommen – es war Überraschung und ein Glücksfall. Ich habe kurzerhand das Porträt des Musikers erworben, vielleicht auch, weil er die Mundharmonika spielt. Es hat seinen Platz fast selbstverständlich gefunden, übrigens ganz in der Nähe der Bob-Dylan-Platten, weil beide ihr Künstlertum konsequent als Suche begreifen und dabei niemals ruhen oder stehen bleiben …«

Tusche auf Papier, 20 x 20 cm