2008: Das Projekt ›ISLANDS+GHETTOS‹

2008 fragte sich der Kunstverein, inwiefern soziale Segregation weltweit die urbanen Strukturen verändern.

 

Als mittlerweile natürliches Habitat des Menschen leben seit 2006 erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Zwischen 1950 und 2015 nahm der Anteil der Städter an der Weltbevölkerung von 29,6 auf 54 Prozent zu.

Jedoch habe die Stadt ihr utopisches Versprechen von einem besseren Leben eingebüßt. Stattdessen würden urbane Strukturen zunehmend auseinanderfallen, öffentliche Räume würden verschwinden und die Bewohner sozial getrennt. Extreme Formen dieser sozialen Segregation finden sich in den sog. Gated Communities von Caracas und in dem Phänomen der luxuriösen Verinselung (‚Islandsization’) des Palm-Islands-Projekts vor der Küste Dubais. Diese Siedlungsstrukturen bildeten den geografischen Schwerpunkt der recherchebasierten Ausstellung.