Wolfgang Plöger: ›Print Stop‹

Die Werke der Serie ›Print Stop‹ (seit 2016) basieren auf dem Prinzip der Wiederholung und Stückelung des Bildmotivs. Wolfgang Plöger erstellt hierbei am Computer verschiedene Farbflächen und druckt diese mit seinem Inkjet-Printer aus. Dabei bricht er immer wieder den Druckauftrag ab, startet ihn auf demselben Blatt neu oder setzt den Ablauf mit einer anderen Farbe fort, wodurch das Prozesshafte der Bildherstellung betont wird. Auf diese Weise entstehen unter Einbeziehung eines gewissen Zufallsmomentes nebeneinander stehende, sich überlagernde und von einander abgrenzende

Farbflächen und Balken. Durch helle und dunkle Farbgebung werden die unterschiedlichen Flächen kontrastiert sowie durch den stetigen Abbruch des Farbauftrages mit einsetzenden Leerstellen rhythmisiert. Einerseits wird durch das Neuansetzen und Wiederholen des Druckvorgangs ein Fortgang impliziert, andererseits erzeugt der letztendliche Abbruch und das Beenden des Prozesses in die nach rechts ins Leere verlaufende Seite den Eindruck eines Non-finito.

Text: Galerie Konrad Fischer