Völkische Gesellschaften

Der Werdandi-Bund

 

Henry Thodes Nähe zur völkischen Bewegung drückte sich auch in seiner Mitgliedschaft im kulturpessimistischen Werdandi-Bund aus, den er 1907 mitgründete. Mitglieder des Vereins versprachen sich die Erneuerung des „Deutschtums“ über die Kunst, die weniger realistisch als idealistisch gedacht wurde.

Kritik richtete sich auch gegen die Berliner Secession unter Max Liebermann, deren Berliner Impressionismus als dekadent und als Gefährdung „deutscher Kunst“ betrachtet wurde. Der Verein versammelte ein weit gefächertes Spektrum der wilhelminischen Intelligenz und wurde zum Vorläufer anderer völkischer Vereine.