Till Krause ›Blickfeldkarte‹

Till Krause untersucht, wie wir mit der uns umgebenden, urbanen wie ländlichen Landschaft umgehen, wie dieser Umgang vor Ort konkret sichtbar wird und wie sich daraus neue Blickweisen entwickeln können. Mittels mapping, einer künstlerischen Version des Kartierens, erforscht er unterschiedliche Räume und sammelt Informationen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen können verschiedene Formen annehmen: Listen, Diagramme, Texte, Erzählungen, Handlungen, unterschiedliche Bildformen oder Karten.

Die ›Blickfeldkarte‹ (2003/06) ist Teil der mehrteiligen Arbeit ›Achse Kiel-Hamburg (Durchquerung des Raumes zwischen zwei Städten in gerader Linie)‹. Auf schnurgeradem Weg schritt Till Krause zu Fuß die 100 Kilometer lange Strecke von Kiel nach Hamburg ab, ungeachtet der vorhandenen Straßen- und Wegführungen. Dabei galt es, Hindernissen wie Wohnhäuser oder gesperrte Gelände zu begegnen und möglichst nicht von der gesetzten Strecke abzuweichen. Die Sichtweiten und Richtungen auf der Wanderung hat Till Krause in eine Karte im Maßstab 1:25.000 übersetzt.

 

Weitere Informationen:

Till Krause im Interview mit Deutschlandfunk

und in

Till Krause: ›Zwischenbericht zur Hamburg-Kartierung und Anmerkungen zur Kartografie‹ In: Hrsg. Yilmaz Dziewior, Galerie für Landschaftskunst, Nina Möntmann: ›Mapping a City‹, 2004, Berlin/Stuttgart

 

Till Krause (*1965, Hamburg) lebt und arbeitet in Hamburg. Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Einzelausstellungen u. a.: GAK – Gesellschaft für aktuelle Kunst, Bremen (2016); Gesellschaft für zeitgenössische Konzepte, Kiel (2014); Kunstverein Braunschweig (2007/08). Gruppenausstellungen mit der GFLK – Galerie für Landschaftskunst u. a.: Heidelberger Kunstverein (2017); Kunstverein Langenhagen (2016); EMSCHERKUNST, Essen (2013); GFLK Halle Süd, Tölz (2011).

Bild: Till Krause ›Blickfeldkarte‹, 2003/06.  Till Krause / Briesener Zootzen / GAK Bremen.