Scopic regimes

Der Begriff ›scopic regimes‹ ist ein Terminus aus der Medien- und Kommunikationswissenschaft. Der französische Filmkritiker Christian Metz (1975) definiert den Terminus als eine medial abhängige Sehgewohnheit, indem er den Film vom Theater in seiner Rezeptionserfahrung unterscheidet. So ist ein Film unabhängig des Darstellungsortes gleichbleibend vorstellbar. Martin Jay (1988) greift diesen Terminus auf und erweitert den Begriff um eine kulturell abhängige Sehgewohnheit, die eng mit der technologischen Entwicklung verknüpft ist; indem der Akt des Sehens nicht angeboren sondern einem kulturellen Konstrukt und dessen technologischer Entwicklung entspringt.

 

Quellen:

https://monoskop.org/images/3/39/Foster_Hal_ed_Vision_and_Visuality.pdf

https://ac.els-cdn.com/S1877042814067093/1-s2.0-S1877042814067093-main.pdf?_tid=2e944f0a-ddae-11e7-9e7b-00000aacb35f&acdnat=1512912763_7176a4be4f8a2096c32b99aafa2dbe15

http://csmt.uchicago.edu/glossary2004/scopicvocative.htm

http://www.blackwellreference.com/public/tocnode?id=g9781405131995_yr2015_chunk_g978140513199524_ss20-1

 

Abbildung: Willem Swanenburgh, Anatomical Theatre of Leiden University, frühes 17. Jahrhundert.

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anatomical_theatre_Leiden.jpg