Navjot Altaf: ›Empty Containers‹

2010 begann die Zusammenarbeit zwischen der GFLK, vertreten durch Till Krause und Ravi Agarwal (Indien). Gemeinsam führten sie 2011 das Austauschprojekt ›Elbe-Yamuna‹ durch und luden Künstler*innen und Expertin*innen zum Kunst- und Forschungsprojekt an der Elbe in Hamburg und der Yamuna in Dehli (Indien) ein. Ähnlich wie der Ganges gilt die Yamuna den Indern als heiliger Fluss. Der Name Yamuna geht auf Sanskrit ›Zwilling‹ zurück, was auf den Verlauf parallel zum Ganges Bezug nimmt. Die unkontrollierte Einleitung von Industrie- und Privatabwässern hat dazu geführt, dass die Yamuna in Dehli als ›toter Fluss‹ betrachtet wird. Im Austausch arbeiteten Künstler*innen aus dem Umfeld der GFLK an der Yamuna um Dehli und indische Künstler an der Elbe in Hamburg.

In diesem Zusammenhang entstand die Arbeit ›Empty Containers‹ der indischen Künstlerin Navjot Atlaf. Fasziniert vom Warenumschlagplatz Hamburger Hafen recherchierte sie globale Vernetzungen am Beispiel der Seefracht:

›Ich war fasziniert von dem Anblick der Elbe und der Container an Bord der Frachtschiffe im Hamburger Hafen und den Containerterminals entlang des Flusses und anderen Teilen der Stadt. (…)
Für mich haben die Worte „Container“ oder „Fluss“ metaphorische Konnotationen(…)
die Metaphern des Flusses (erlauben) auch philosophische, poetische und wissenschaftliche Bezüge. Sie sind leere Container – Träger von Zeichen. Manchmal vertraut und jeden Tag. Faszinierend und spannend. Vielleicht sogar lakonisch und rätselhaft.‹