Medienarchäologie

Die Medienarchäologie grenzt sich ab von der Kulturwissenschaft und untersucht Kommunikations- oder informationstragende Medien der Vergangenheit. Dabei steht die Symbiose zwischen Medien und Gesellschaft im Vordergrund. Insbesondere historische Umbrüche der Mediennutzunng, wie die Einführung des Buchdrucks (siehe: Gutenberg Galaxis), bewirkten einen beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung einer jeweiligen Gesellschaft: So bestünde ohne den Buchdruck auch nicht die Literatur. Medienarchäologen gehen daher dem Versuch nach, diese durch Medien eingeleiteten Umbrüche nachzuvollziehen um folglich ihren Einfluss in einer kultivierten Gesellschaft messbar zu machen. Auf der Suche nach veralteten Kommunikationsmedien technischen Ursprungs soll die historische Wissenschaft reformiert werden. Denkanstöße in der Medienarchäologie boten fortlaufend die Philosophen Michel Foucault, Marshall McLuhan oder Friedrich Kittler.

 

Quellen:

https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/reprometh/blog/2015/11/07/die-kunstgeschichte-ein-grabungsfeld-fuer-die-medienarchaeologie/

https://www.musikundmedien.hu-berlin.de/de/medienwissenschaft/medientheorien/Schriften-zur-medienarchaeologie/aufsaetze_vortragsskripte/pdfs/medarch-allgemein-ima-reif.pdf

 

Bild: Informationsblatt zum Schneiden und Halten der Schreibfeder von 1784.

Quelle: Johann Stäps: Selbstlehrende Canzleymäßige Schreibe-Kunst. Leipzig 1784

https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:St%C3%A4ps_-_Canzleym%C3%A4%C3%9Fige_Schreibe-Kunst_1784.jpg&filetimestamp=20090201124816