Kunst und Kultur im Nationalsozialismus

Im Zuge ihrer Machtdurchsetzung strebten die Nationalsozialisten die sogenannte Gleichschaltung des öffentlichen und privaten Lebens an. Alle Bereiche von Politik, Gesellschaft und Kultur sollten gemäß nationalsozialistischen Vorstellungen reorganisiert werden. Mit der Ernennung von Joseph Goebbels zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda am 13. März 1933 war die autoritäre Lenkung von Kunst und Kultur der Reichskulturkammer unterstellt. So sollten pluralistische Strömungen unterbunden werden zugunsten eines staatlich gelenkten Kulturbetriebs mit nur einem Machtzentrum. Auf diese Weise wurde das gesamte deutsche Kunst- und Kulturleben organisiert und überwacht. Demokratische Strukturen wurden zugunsten eines hierarchischen Systems aufgelöst. Wer nicht idealtypischer, der sogenannten arischen, Abstammung war oder mit seinen Werken in Widerspruch zu der offiziellen NS-Kulturpolitik stand, durfte seinen Beruf nicht weiter ausüben. Kunst und Kultur sollten somit vollständig im Dienst von Staat, Volk und Rasse stehen.

 

Bildnachweis:

Ausstellungsansicht „Große Deutsche Kunstausstellung“, 1937