Wer ist "H. W.-D."?

Der in Heidelberg geborene Maler Johann Ferdinand Winkler (1884-1952) studierte an der Kunstgewerbeschule und der Akademie Karlsruhe. 1911 heiratete er die Malerin Else Dentz und nannte sich von da an mit Künstlernamen Hans Winkler-Dentz. Den Ersten Weltkrieg erlebte Hans Winkler-Dentz als Soldat in den Vogesen. Zwischen 1917 und 1920 lebten sie in der Künstlerkolonie Grötzingen bei Karlsruhe. 1920 kehrte das Ehepaar nach Heidelberg zurück, wo er an der Gewerbeschule unterrichtete. Von 1920 bis 1928 war er zweiter Vorsitzender und Geschäftsführer des HDKV. Nach einer Studienreise durch Italien, Oberbayern und die Schweiz trat Winkler-Dentz 1931 seine Position erneut an und wurde zudem Ausstellungsleiter. Ehemals Mitglied im Reichsverband Bildender Künstler und der Freien Künstlervereinigung Baden war er spätestens ab 1934 Mitglied in der Reichskunstkammer.

Das letzte erhaltene Dokument, das Hans Winkler-Dentz nennt, ist mit dem 15.9.1944 datiert. Darin werden Vorwürfe wegen Unterschlagung gegen ihn laut. Außerdem enthält es deutliche Kritik. Er hatte sich über den Verlust der Villa in der Sophienstraße 12 an die Stadt Heidelberg beschwert, die im Tausch gegen die ehemalige Gemäldesammlung des Kunstvereins 1930 an den Verein übergangen war. Hans Winkler-Dentz starb 1952.