Hans Thoma (1839-1924)

Der in Bernau im Schwarzwald geborene Maler und Grafiker Hans Thoma studierte an der Kunstschule in Karlsruhe und an der Akademie in Düsseldorf. Auf einer Reise nach Paris 1868 lernte er Werke Courbets und der Schule von Barbizon kennen, die ihn in seiner naturalistischen Malweise beeinflussten. Sein Kontakt mit Arnold Böcklin führte ihn zu mythologischen und religiösen Sujets. 1889 traf er Henry Thode, der ihn auch in seiner Funktion als Städeldirektor förderte und ihm zeitlebens freundschaftlich verbunden blieb. Sein künstlerischer Durchbruch gelang ihm 1890 mit einer Ausstellung im Münchner Kunstverein.

Thoma blieb bis etwa 1910 der „Lieblingsmaler des deutschen Volks“ und war Schlüsselfigur in der Debatte um das Wesen der „deutschen Kunst“.

 

Bildnachweis:

Hans Thoma, Selbstbildnis vor Birkenwald, 1899, Öl/Lw., 94 x 75,5 cm, Frankfurt/Main, Städel Museum