Google Image Search / Google Bildersuche

Google Image Search / Google Bildersuche ist ein Online Dienst des US-amerikanischen Unternehmens Google und die größte Bildersuchmaschine im Internet.
Seit ihrer Einführung 2001 hat sie die Recherche und den Umgang vieler Menschen mit Bildern im und außerhalb des Internets grundlegend verändert.

Während man bis zur Jahrtausendwende Bücher, Tageszeitungen, Kataloge, Dias oder andere Quellen durchsuchen musste, um Bilder und ihren Kontext zu recherchieren, dauert die online Suche heute nur noch wenige Sekunden und liefert eine ständig anwachsende Zahl an Ergebnissen.

Die Google Bildersuche basiert auf der Indexierung von Bildern. Dafür sind sog. Crawler oder Spider (eine Art automatisierte „Benutzer-Maschine“) im Internet unterwegs. Dieser Crawler folgt den Links auf Websites. Darüber lässt sich fast jede Website finden.

Die Bilder, die der Crawler auf einer Website findet, werden von Google kopiert und auf Google-Servern abgelegt. Außerdem werden sie analysiert: wie lautet der Dateiname? Welchen Alt-Text (Alternativ-Information für Menschen mit Sehschwäche) hat das Bild? Was steht vor und nach dem Bild geschrieben? Ziel ist es, das Bild möglichst exakt bestimmten Begriffen zuzuordnen. Unter diesen Begriffen wird das Bild dann potentiell in der Google Bildersuche angezeigt. Dies bedeutet, dass bei der Nutzung von Google Suchmaschinen nur Inhalte angezeigt werden, die von Google erfasst wurden. Das trifft nicht auf alle Informationen zu, die im Internet eingspeist oder generiert wurden.

Die Anzahl der Bilder, die von Google indexiert wurden und somit auch in die Berechnung der Bilder-Reihenfolge einfließen können, ist seit 2001 rasant angewachsen. Ende 2010 hatte Google bereits über 10 Milliarden Bilder indexiert, aktuellere Zahlen lassen sich nicht so leicht recherchieren.

Über die Jahre hinweg hat Google die Möglichkeiten der Suche durch verschiedene „Tools“ erweitert. Gibt ein*e Nutzer*in einen Begriff in der Suchmaske ein, erscheinen die Ergebnisse als Liste von Miniaturen auf mehreren Seiten. Der Nutzer hat die Möglichkeit, anhand von Kategorien die Suchergebnisse einzugrenzen. So kann im Vorfeld über verschiedene Bildgrößen und Farbwerte entschieden werden. Durch eine grobe Einteilung der Bildinhalte kann man nach „Gesichtern“ filtern, nach „Fotos“ oder nach „Strichzeichnungen“, nach Nutzungsrechten und dem Datum der Veröffentlichung.

Zu Beginn der Jahres hat Google die Funktionsweise der Bildersuche grundlegend verändert. Wenn man nun auf ein Miniaturbild (Thumbnail) klickt, öffnet sich nicht mehr wie zuvor die Webseite, auf der das Bild zu sehen ist, sondern eine größere Ansicht des Bildes auf Schwarzem Hintergrund. Man verlässt also nicht mehr die Bildersuche, sondern bleibt bei Google. Erst ein weiterer Klick auf das große Bild öffnet dann die Seite, auf der das Bild in einem inhaltlichen Kontext zu sehen ist.

Viele Staaten, Firmen, Medien Konzerne, Agenturen und öffentliche wie private Personen haben ein Interesse daran, dass „ihre“ Bilder in den Suchergebnissen dem Nutzer soweit vorne wie möglich angezeigt werden. Die Suchmaschinenoptimierung von Bildern basiert darauf, die Signale, die Google für die Berechnung der Suchergebnisse benutzt, möglichst effektiv zu bedienen und viele relevante Informationen bereit zu stellen.

Die Reihenfolge der Ergebnisse wird auf Grundlage eines Ranking-Systems festgelegt. Dieses besteht aus mehreren Algorithmen, welche die zum Bild gehörenden Daten aus-werten. Dabei spielen die Wortanalyse, ein Erfassen des Kontextes, der Abgleich mit Suchergebnissen auf Releveanz und die Sortierung der Ergebnisse eine entscheidende Rolle.

Algorithmen prüfen die Aktualität des Inhalts über die Häufigkeit des Suchbegriffs auf der Seite bis zur Nutzerfreundlichkeit der jeweiligen Webseite. Um die Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz für ein bestimmtes Thema zu ermitteln, sucht Noogle nach Websites, die andere Nutzer*innen bei ähnlichen Fragen bevorzugen. Wenn andere bekannte Websites zu diesem Thema auf eine Seite verlinken, gilt dies als Zeichen dafür, dass die Informationen dort gut passen.

Zusätzliche Informationen wie der Standort der Nutzer*in, bisherige Suchanfragen und Voreinstellungen werden genutzt, um die Ergebnisse zu filtern.
Unsichtbar für die Nutzer*innen nimmt Google so eine Sortierung, Klassifizierung und Bewertung der Suchergebnisse vor, die sich kaum nachvollziehen lässt.
Ein alternatives Ranking ist mit der Nutzung eines anderen Anbieter wie z.B. yahoo, Ecosia oder DuckDuckGo.

Quellen:
https://www.bildersuche.org/google-bildersuche.php
https://www.google.com/intl/de/search/howsearchworks/algorithms/