Fred Lonidier

Der seit 1972 an der University of San Diego lehrende Künstler und Kritiker Fred Lonidier (*1942 in Oregon, USA) findet seine Ausstellungsorte bevorzugt in Universitäts- und Gewerkschaftsgebäuden sowie Shopping-Malls – ganz im Sinne einer Idee der Demokratisierung von Kunst, welche nach strategischen Mitteln und Wegen sucht, um die Grenzen zwischen Kunst und alltäglicher Lebenswelt durchlässiger zu machen. Seine Arbeiten warn zudem in zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen, u. a. in SILBERKUPPE, Berlin (2016), Centre de la photographie, Geneva (2015), The Whitney Biennial 2014, Whitney Museum of American Art, New York, 2014 zu sehen.

›Widerständige Bilder‹ präsentiert die Arbeit ›GAF Snapshirts‹ von 1976.

Der Autor, Übersetzer und Kunstkritiker Eric Aichinger schreibt über Fred Lonedier:
›Einerseits geht es Lonidier also darum, die Behauptung der traditionellen Dokumentarfotografie in Frage zu stellen, gewissermaßen qua technischem Dispositiv direkte Referentialität und damit Objektivität zu garantieren. Andererseits will er die Fotografie durchaus programmatisch für eine Neuerkundung des Dokumentarischen nutzen, um reelle Missstände aufzuzeigen. In späteren Arbeiten wird er sich des Mediums durchaus in seiner indexikalischen Funktion bedienen, allerdings nur in Verbindung mit verschiedenen, kommentierenden Textstrategien.‹ (Quelle: Eric Aichinger: Gewinnen ist Verlieren, Eric Aichinger über Fred Lonidier bei Silberkuppe, Berlin, In: Texte zur Kunst, November 2011.  Nachzulesen auf https://www.textezurkunst.de/articles/eric-aichinger-fred-lonidier-silberkuppe/ )

 

 

Künstler*innengespräch mit Fred Lonidier, Boaz Levin und belit sağ am 10.09.2017