Die Studentenbewegung in Heidelberg

Hauptsächlich von Studierenden und jungen Erwachsenen getragen, fanden vor allem in den Universitätsstädten überall in der BRD ab 1967 zahlreiche Protestaktionen und Demonstrationen statt, die immer öfter auch in gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei gipfelten.

In Heidelberg waren die Proteste überwiegend vom SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) und dem AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) organisiert und durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Politik des Oberbürgermeisters Reinhold Zundel, der Hochschulleitung und der Lokalpresse geprägt. Demonstrationen fanden überwiegend in der Altstadt, auf dem Universitätsplatz und in der Hauptstraße statt.

Zentrale Themen waren die Notstandsgesetze, der Besuch des Schahs in Berlin und der Tod des Studenten Benno Ohnesorg, der Vietnamkrieg, der Landtagswahlkampf der NPD in Baden-Württemberg, der Prozess gegen eine Gruppe von Studierenden, welche Wahlplakate der NPD entfernen wollten, das neue Hochschulgesetz der Universität Heidelberg, die Gewaltbereitschaft der Polizei gegenüber den Studierenden und die Berichterstattung über die Proteste in der Rhein-Neckar-Zeitung

 

 

Abbildung:

Protestierende treffen auf Polizisten, Heidelberg, ca. 1968, Stadtarchiv Heidelberg