Weitere Rezensionen

»Die Künstler haben durchaus richtig erkannt, dass die Gefährdung und Zerstörung der Bäume auf einfache, eindringliche Weise gezeigt werden muss. Deshalb überwiegen misshandelte Stämme, geschälte, zerhackte, verstümmelte. […] Fast alle Exponate zeigen eindringlich, was die Stunde für den Baum geschlagen hat. […] Romantische Zeitläufe sind vorbei. 1985 helfen nur noch Alarmzeichen, wenn überhaupt…«

Horst Hartmann: Nachhilfe für Erwachsene. Im Heidelberger Kunstverein sieht man den Wald vor lauter verstümmelten Bäumen nicht, in: Main-Echo, 12.10.1985 (u.a.)

»Bäume waren immer wieder und zu allen Zeiten das Sinnbild für Stärke und Kraft. Dieses Bild kommt heute ins Wanken. Der Starke ist in höchster Gefahr, denn der Baum nimmt aus der Erde nicht mehr nur die Kraft, sondern gleichermaßen das Gift, an dem er stirbt. […] Aus diesem Grunde ist die Beschäftigung mit dem Thema Baum kein modischer Gag, sondern aus diesem Bewusstsein heraus werden Ausstellungen wie diese wichtig.«

B.S.: Die Baumausstellung geöffnet, in: Stadtbote, 2.10.1985

»Die Ausstellung trifft auf breiter Ebene einen aktuellen ›Trend‹; angesichts bedrohter Wälder und langwieriger Diskussionen um die Notwendigkeit der Erhaltung von Bäumen kann sie dem Betrachter trotz ihrer Unübersichtlichkeit die Problematik doch näherbringen und ihm auf andere als diskursive Weise das Bewusstsein schärfen.«

Christel Heybrock: Freund und Bruder, Form und Zeichen, in: Mannheimer Morgen, 30.09.1985

 

 

Hans Gercke eröffnet die Ausstellung ›Der Baum‹, Kornmarkt, 1985