Body Camera

Die sogenannte Body-Cam (engl. für „Körperkamera“) ist eine u.a. von polizeilichen Einsatzkräften sichtbar getragene Videokamera. Sie wird zur Dokumentation des Geschehens – Handlungen von Bürgern und Polizeibeamten – eingesetzt. Body-Cams werden seit 2005 von einzelnen Polizeieinheiten in Großbritannien verwendet, zuvor wurden sie bereits in Dänemark getestet. 2011 wurden sie bei der Exekution Osama Bin Ladens durch US Streitkräfte genutzt, um Bilder live ins Weiße Haus zu übertragen. Die Fotografie von Mitgliedern der US Amerikanischen Regierung beim Betrachten der Livebilder ging um die Welt. In Deutschland wurden die Kameras erst auf Länderbene getestet, bevor sie 2017 bei der Bundespolizei eingeführt wurden. Hier sollen die Kameras vor allem dem Schutz der Beamten dienen.
Datenschützer sehen die Verwendung von Body-Cams durch die Polizei kritisch. So wird durch deren Einsatz ein Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gesehen. Im Zusammenhang mit der Aufzeichnung großer Datenmenben ergeben sich Probleme aus der Frage, ob die Einwilligung eines oder aller Beteiligten vor der Aufzeichnung eines Gesprächs oder einer Interaktion erforderlich ist. Im Zuge von großen Datenerhebungen in Kombination mit Technologien wie z. B. der Gesichtserkennung, die große Mengen an Videomaterial interpretieren, bedeutet die Verwendung solcher Kameratypen potentiell ein Mittel zur Verfolgung eines Großteils der Bevölkerung. Jeder Träger einer solchen Kamera werde zur ›Überwachungskamera‹.

 

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Body-Cam
https://en.wikipedia.org/wiki/Body_worn_video

Weitere Informationen: http://www.sueddeutsche.de/panorama/ueberwachung-wie-die-polizei-mit-bodycams-gewalt-verhindern-will-1.3460601

Bildquelle:  http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2011/05/03/article-1382859-0BE03DE700000578-150_964x642.jpg