Kalender

Mittwoch
26.4.
18 Uhr
Workshop mit der Malstube KPM: ›Die Wasserwesen‹
mit Angelika Dirscherl, Kunstvermittlerin und Künstlerin, in Kooperation mit der Museumswerkstatt MALSTUBE des Kurpfälzischen Museums

 

Die Museumswerkstatt MALSTUBE wird zum Projektraum für Jugendliche, in dem sie sich auf vielfältige Weise mit Vorstellungen von Landschaft beschäftigen können.

 

 

Unser Fluss, der Neckar, und was er für euch als Jugendliche bedeutet, wird eine Rolle spielen. Aufnehmen und Abgeben von Wasser ist entscheidender Teil unserer Existenz, menschliche Lebendigkeit ist daher stets abhängig vom Gleichgewicht der inneren und äußeren Bewegung von Wasser. Der Mensch als Wasserwesen interessiert uns im April und im Mai in der MALSTUBE: Die Körper werfen sich in die Fluten, die Gedanken fließen genauso ungerade wie die Flüsse, die Hände zeichnen, was durch die Köpfe schwappt … nicht verwässert, sondern direkt, Freischwimmen auf großen Formaten oder kleinen Zetteln oder Notizbüchern. Einfach vorbeikommen und mitmachen! Ohne Anmeldung, kostet nix.

 

– Wo: MALSTUBE, Hauptstraße 97, Torbogen

– Wann: Mittwochs 18 – 21 Uhr

Mittwoch
26.4.
17 Uhr
Mitglieder führen Mitglieder
mit Cholud Kassem

In dieser Reihe möchten wir unsere Mitglieder zu Wort kommen lassen und ihr Wissen und ihre Perspektiven mit Ihnen teilen. Das Format – ob Führung oder Dialog, Zwiegespräch oder Vortrag – ist ihnen dabei freigestellt. Wir freuen uns auf spannende, persönliche Einblicke unserer Mitglieder auf die aktuellen Ausstellungen und inspirierende Gespräche ! Diesmal mit: Cholud Kassem

Cholud Kassem arbeitet als freischaffende Malerin in Heidelberg und ist Mitglied im Beirat des Heidelberger Kunstvereins. Ihre Themen sind Schutz und Abwehr, ein Spiel mit apotropäischen Inhalten, die in archaischen und rituell anmutenden Motiven Ausdruck finden. Im Jahr 2000 präsentierte der Heidelberger Kunstverein eine Auswahl der Serie ›Schutzlinge‹.

Samstag
29.4.
17 Uhr
Film & Gespräch: ›Cooperative‹
Gespräch mit Raphaël Grisey und Marie-Hélène Gutberlet zur filmischen Installation ›Cooperative‹ (2008, 72 min) von Raphäel Grisey

Der Titel des als Doppelprojektion angelegten Films ›Cooperative‹ von Raphaël Grisey bezieht sich auf eine landwirtschaftliche Kooperative in Mali und auf Griseys Arbeitsweise. Nach der Sahel-Dürre von 1973 gründeten 1976 afrikanische Aktivisten-Migranten, die in Frankreich gelebt hatten, Somankidi Coura am Fluss Senegal. Sie legten ein präzises Bewässerungssystem an, das regelmäßige Trockenperioden auffangen kann. Heute zählt Somankidi Coura mehr als 300 Einwohner*innen und ist ein Modellprojekt in der Region. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit Bouba Touré, Fotograf, ehemaliger Filmvorführer und Mitbegründer von Somankidi Coura, der Grisey Zugang zu seinem Arbeitsarchiv und zur Kooperative eröffnete.

 

 

Dr. phil. Marie-Hélène Gutberlet war als freie Kuratorin u.a. Initiatorin des Projekts ›Migration & Media‹ mit Plattformen in Frankfurt / Main und Bamako. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Afrikanischen Kino, Black Cinema, Migrations-, Experimental- und Dokumentarfilm im Kunstkontext.
Raphaël Grisey studierte Kunst in Paris und Berlin. Seine filmischen und fotografischen Arbeiten verschränken verschiedene dokumentarische, fiktionale oder essayistische Formate und verhandeln aktuelle soziale und politische Fragestellungen wie Migration und Postkolonialismus.

Sonntag
30.4.
15 Uhr
Führung
mit Lucie Strohm, Studentin Kunstgeschichte

 

Lucie Strohm studiert im internationalen Master-Studiengang Kunstgeschichte und Museologie an der Universität Heidelberg und der Paris École du Louvre. Als Kunstvermittlerin arbeitete sie im CRAC (Altkirch, Elsass), für die Messe FIAC (Paris), für Parc de la Villette (Paris) und ein Ausstellungsprojekt in Berlin.

Donnerstag
4.5.
19 Uhr
Künstlergespräch mit Till Krause und Florian Hüttner
mit Till Krause und Florian Hüttner

Till Krause ist Gründungsmitglied der GFLK in Hamburg. Florian Hüttner leitet die Halle Süd der GFLK in Bad Tölz. Beide verbindet eine mittlerweile jahrzehntelange Zusammenarbeit in der Koordination der GFLK und eine Reihe gemeinsamer künstlerischer Projekte. Ein Ausstellungsrundgang gibt Gelegenheit, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen und mehr über die Konzeption der Ausstellung, einzelne Werke und übergeordnete Projekte sowie die Arbeit der GFLK insgesamt zu erfahren.

 

Donnerstag
4.5.
20 Uhr
Bar Blau

Jeden ersten Donnerstag im Monat laden wir euch in die ›Bar Blau‹ in die Cafeteria des Kunstvereins ein. Unsere Barfrau Elena serviert euch die frischesten Cocktails und weitere Getränke. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, mehr zu der Ausstellung zu erfahren:

 

Um 19 Uhr beginnen wir den Abend mit einem Künstlergespräch mit Till Krause und Florian Hüttner. Im Anschluss: An-Grillen. Wir werfen den Grill im Hof an. Vegetarier*innen und Liebhaber*innen des Fleischlichen kommen mit echten Kräutermarinaden gleichermaßen auf ihre Kosten. Drinks dazu aus bewährter Hand.

 

– Bei regulärem Eintritt ist das erste Getränk frei!

– Mitglieder haben freien Eintritt

Freitag
5.5.
15 Uhr
Workshop: ›Das Plakat und Billboard als künstlerisches Medium‹
Eine Sichtung mit Till Krause

 

Bisher gestalteten 15 Künstler*innen und Expert*innen Plakate und Billboards im Rahmen des Projekts ›Freie Flusszone Süderelbe‹. Vorausgegangen waren jeweils Auseinandersetzungen, Planungen oder Aktionen der Teilnehmer- *innen. Till Krause, Mitbegründer der GFLK, begleitete diese Prozesse. Die Plakate wurden anschließend in Hamburg wild plakatiert, an Freund*innen, Projektpartner*innen weitergegeben und an Interessent*innen verteilt. Die Billboards wanderten am Infowagen oder Anhänger durch Hamburg oder fanden temporäre Aufnahme in öffentlichen Gebäuden. In dem als Gespräch angelegten öffentlichen Workshop stellt Till Krause exemplarisch Hintergründe der Arbeiten einzelner Protagonist*innen vor. Dabei erläutert er das Verhältnis zwischen individuellem künstlerischen Ansatz und dem Plakat als Form der übergreifenden Zusammenarbeit. Warum ein Plakat nicht gängigen Ideen von eindeutiger Lesbarkeit entsprechen muss, steht dabei zur Diskussion.

Till Krause ist Mitbegründer der Galerie für Landschaftskunst. Er studierte Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und Hamburg.

Donnerstag
11.5.
19 Uhr
Führung
mit dem Künstler und Kunstvermittler Maximilian Bauer

 

Maximilian Bauer studierte Kunst an der Weißensee Kunsthochschule in Berlin und an der Syracuse University (USA). Als Kunstvermittler war er u.a. für das ifa sowie das Kunstmuseum Stuttgart tätig und wird in diesem Jahr Besucher*innen der documenta 14 in Kassel begleiten.

Dienstag
16.5.
19 Uhr
Vortrag: ›Formung von Landschaft und Boden durch Wasser und Wind‹
Heidelberg landschaftskundlich auf den Grund gehen mit Prof. Dr. Hansjörg Küster

 

Das Neckartal rund um Heidelberg, Inbegriff einer romantischen Landschaft, wurde lange Zeit nur durch Kräfte der Natur geformt. Der Fluss trug Felsen ab, das Tal wurde immer tiefer. Von den Talhängen rutschten ganze Felspartien herab. Im Wasser wurde alles zu Sand und Schlamm. Bei Heidelberg ließ die Strömung nach – im Fluss mitgeführte Schlamm- und Sandmassen blieben an Grund und Ufern liegen. Niedrig gelegene Teile von Heidelberg sind auf Sand gebaut, höhere auf Buntsandstein. Noch mehr Sediment lagerte der Neckar in der Ebene ab, in die er bei Heidelberg gelangt. Trockneten die Ablagerungen, konnten sie vom Wind verweht werden. Es entstanden fruchtbare und weniger fruchtbare Böden. Was machte der Mensch daraus? Und was hat die Plöck mit dem Fluss zu tun? Solchen Fragen geht Hansjörg Küster in diesem Vortrag zum Workshop (siehe S. 25) nach.

Prof. Dr. Hansjörg Küster ist Professor für Pflanzenökologie am Institut für Geobotanik der Leibniz Universität Hannover. Seine Arbeitsgebiete um- fassen u.a. Grundlagen der Ökologie sowie Vegetations- und Landschaftsgeschichte.